Förderverein PRO BAD Roding

Quo Vadis Rodinger Freibad? Diese Frage gilt es in den kommenden sechs Wochen bis zum Bürgerentscheid am Sonntag, 17. November, zu beantworten. Während des Badebetriebs im Sommer sahen die 39 000 Besuchern nur die guten Seiten der Freizeiteinrichtung. Doch wie steht es um die veraltete Technik und die defekten Rohrleitungen? Dieser Frage nahm sich der neu gegründete Förderverein Pro Bad Roding an und lud am Dienstagabend zu einer Infoveranstaltung mit Rundgang durch das Freibad ein.

Vorsitzender Thomas Klapper begrüßte die Interessierten am Badeingang und dankte zugleich dem Vorstand der Städtischen Betriebe, Manfred Janker, der die Gäste zusammen mit Bademeister Patrick Gerstendorf durch die Räume führte. „Noch schaut alles sehr gut aus, denn das Bad befindet sich erst seit Mitte September im Winterurlaub“, sagte Janker zu Beginn. Seit die Tore für die Freibadbesucher geschlossen sind, wurde nichts mehr getan. Denn die Arbeiten beginnen erst wieder im Frühjahr.

Ein erstes Zeichen, wie es um die Rohrleitungen des Bades bestellt ist, wurde beim Schwimmerbecken deutlich. Dieses hatte dieses Saison nach knapp vier Wochen schon viel Wasser verloren. Viele kleine Schnittstellen führen zu diesem massiven Wasserverlust, der sich wohl bis zum Start 2020 auf 800 Kubikmeter belaufen dürfte. Zudem dringt an vielen Stellen das Wasser durch das undichte Dach, was man an den Wänden schon jetzt deutlich sieht. „Feuchtigkeits- und Putzschäden sind schon Normalität. Unser Maler kommt im Frühjahr immer schon von selbst, den er weiß, was zu machen ist“, berichtete Janker.

Das größte Problem ist laut Manfred Janker aber die Druckleitung zum Schwimmerbecken. Denn die Leitung weißt große Schäden auf, die sich immer dann zeigen, wenn Druck auf die Leitung kommt – unter anderem im Frühjahr, wenn die Becken befüllt werden. Diese Leitung muss 2020 auf jeden Fall erneuert werden – egal wie die Entscheidung am 17. November ausfällt.

Janker machte deutlich: „Wir haben bislang noch nichts gemacht. Wir warten jetzt ab, denn es kann durchaus passieren, wenn wir hier den Boden aufmachen, dass es ein Fass ohne Boden wird.“ Denn keiner kann abschätzen, so der Vorstand, wie es mit den anderen Leitungen, die teils darüber und darunter liegen, aussieht. Zudem sei es mit dem Stand der Technik von 1973 nur möglich, immer ein Becken nach dem anderen zu heizen und niemals alle gleichzeitig. Geheizt werde mit Gas. „Wir würden es gerne anders machen, doch die Heizung gibt nicht mehr her“, so Janker.

Am Ende des Rundgangs, bei dem den Gästen die Schäden vor Augen geführt wurden, brachte es Markus Zaremba auf den Punkt: „Ich habe die Schäden sehr schlimm empfunden. Es wundert mich dabei, dass das Freibad jährlich geöffnet werden konnte.“ (Bericht Mittelbayerische Zeitung)

Lesen Sie hier den kompletten Bericht der Mittelbayerischen Zeitung, inklusive Video zur Begehung im Platschare